Freitag, 13. März 2015

Gefangen in der Vergangenheit (TOS)

Zu Beginn ein paar Worte vorweg.

Ich hatte im Beitrag zu den Fotoromanen ja geschrieben, dass ich mich um die Fotoromane aus der Gong nicht weiter bemühen werde.
Diese Aussage ist natürlich auch weiterhin gültig, zumal sie nur sehr selten überhaupt mal angeboten werden.
Wenn doch, dann zu völlig überhöhten Apothekenpreisen.

Manchmal hat man aber auch Glück, und so konnte ich diesen Fotoroman aus der Gong günstig als PDF erwerben.


Gefangen in der Vergangenheit (TOS)

40/73 - 7/74, 21 Seiten in der TV-Zeitschrift Gong

Autor: Harlan Ellison






Dieser Fotoroman beruht auf der Episode "Griff in die Geschichte".

Zur Erinnerung:
Als Zeitstörungen eines nicht kartographierten Planeten die Enterprise torkeln lassen, injiziert sich McCoy versehentlich eine Dosis Cordrazin. Das Serum ruft in ihm starke Paranoia hervor, und er flieht auf den Planeten. Kirk und Spock folgen ihm mit einer Wacheinheit, machen aber bald eine verblüffende Entdeckung: Die Ursache der temporalen Kräuselung ist eine lebendige Maschine. Sie ist der ›Hüter der Ewigkeit‹ und kann als Tor in jede Zeit und an jeden Ort benutzt werden. Um seine Fähigkeiten zu demonstrieren, projiziert der Hüter die irdische Geschichte. In diesem Moment springt der durchgedrehte McCoy durch das Portal. Die Kommunikation zur Enterprise bricht schlagartig ab. McCoy hat offenbar die Vergangenheit verändert. Die Geschichte hat einen radikal anderen Verlauf genommen.
Der Hüter spielt die Erdgeschichte erneut ab. Kirk und Spock verfolgen McCoy. Sie landen in New York im Jahr 1930. Diverse Ereignisse bringen sie in eine Mission in der 21. Straße, die von Edith Keeler betrieben wird, einer Frau, die in die Zukunft schaut. Durch Zugriff auf Spocks Tricorderaufzeichnungen erfahren die beiden, daß Edith Keelers Friedensbewegung den Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg verhindern wird, woraufhin die Nazis siegen. Außerdem stellen sie fest, daß McCoy Edith davor bewahrt hat, bei einem Autounfall zu sterben. Als der entscheidende Augenblick kommt, hält Kirk McCoy zurück, obwohl er sich in Edith verliebt hat. Als sie stirbt, trägt der Wächter sie in ihre Zeit zurück und sagt: ›Es ist wieder alles so wie früher.‹

1979 erschien dann mit Die Stadt am Rande der Ewigkeit bei Bastei-Lübbe ein weiterer Fotoroman
der auf dieser Folge beruht.



Dieses ist also mein erster Fotoroman aus der TV-Zeitschrift Gong.
Und wie der Zufall es will war es damals auch der erste Fotoroman mit "Raumschiff Enterprise" in der Gong.
Fotoromane an sich gab es aber schon länger in der Gong, zum Beispiel einige zu den Karl May-Filmen.

Naja, was soll ich sagen.
Der Fotoroman hat die Episode "Griff in die Geschichte" zur Vorlage.
Aber abgesehen von der groben Rahmenhandlung gibt es teilweise gewaltige Unterschiede.

- Aus dem Cordrazin des Doktors wird Tectatyl.
- Pille springt zweimal durch den Hüter.
- Aus dem New York des Jahres 1930 wird das San Francisco der 20er Jahre.
- Aus der Mission von Edith Keeler wird eine Herberge.
- Edith Keeler selbst wird in Eva Light umbenannt.
- Schauspielerin Joan Collins wird in jedem Bild durch eine mir unbekannte Frau ersetzt.
- Der Schluss ist anders. Pille versucht NICHT Edith bzw. Eva zu retten. Kirk muss ihn also auch nicht zurückhalten.

Aus heutiger Sicht müsste ich diesem Fotoroman eine glatte 6 geben.
Die großartige Folge "Griff in die Geschichte" wurde total verändert und insbesondere der Schluss völlig versaut,
da Kirks Dilemma komplett entfällt.

ABER ...

Das ZDF hatte die Folge damals gar nicht ausgestrahlt.
Es wurden nur 26 Folgen der ersten Staffel und 13 Folgen der zweiten Staffel gesendet.
Die Leser des Fotoromans kannten die Episode also gar nicht.
So muss dieser Fotoroman damals eine Sensation gewesen sein.
Zumal die meisten Leute zu der Zeit einen Schwarzweiß-Fernseher im Wohnzimmer stehen hatten
und viele Fans ihre Lieblinge hier zum ersten Mal in Farbe gesehen haben.


Ein Fan seit Kindheitstagen, den ich durch einen Kauf bei Ebay kennengelernt habe, hat dazu sinngemäß Folgendes berichtet:

Damals stand in der Gong ein interessanter Artikel.
Demnach hat das ZDF zusätzlich zu den 39 Episoden zehn weitere Folgen eingekauft.
Diese fielen bei Testvorführungen aber durch und wurden deshalb nicht gesendet.
Ein Redakteur der Gong kam dann offenbar auf die glorreiche Idee, aus diesen Folgen Fotoromane zu machen.

So sind also scheinbar die zehn Fotoromane zu "Raumschiff Enterprise" entstanden.
In gewisser Weise kann oder muss man sie wohl als Fan-Fiction bezeichnen.

Später gab es in der Gong dann noch drei Fotoromane zu den Kinofilmen I - III.

Samstag, 28. Februar 2015

Leonard Nimoy ist von uns gegangen

Leonard Nimoy

* 26. März 1931 in Mattapan, Boston, Massachusetts; † 27. Februar 2015 in Bel Air, Los Angeles, Kalifornien



Pille zu Kirk nach Spocks Tod:
"Er ist nicht wirklich tot, solange wir an ihn denken werden!"
(ST II - Der Zorn des Khan)


Für uns Fans wird er ewig weiterleben.

Mein Beileid gilt der Familie, den Angehörigen und Freunden.

Dienstag, 20. Januar 2015

Die neue Zeit III (NTL)

Die neue Zeit III (NTL)

Cross Cult-Verlag, Juli 2013, 112 Seiten

Autor: Mike Johnson

Zeichner: Stephen Molnar, Claudia Balboni

Farben: John Rauch, Ilaria Traversi, Arianna Florean

Übersetzung: Christian Langhagen





Von der HP des Verlages:

In der Adaption der klassischen Folge "Landru und die Ewigkeit" suchen Kirk, Spock und Co. nach einem vermissten Raumschiff, das Hinweise über die Zukunft der gesamten Sternenflotte bereithält.
Und in der zweiten Geschichte "Die Wahrheit über die Tribbles" begegnet die Enterprise-Crew der wohl flauschigsten Alien-Spezies im Universum in einem brandneuen Abenteuer, das die klassische Folge "Kennen Sie Tribbles?" zur Grundlage hat.


Meine Meinung:

In "Landru und die Ewigkeit" wird die gleichnamige Episode neu interpretiert.

Eine sehr interessante Geschichte, und irgendwie scheint die Sternenflotte,
oder zumindest Teile davon, an den Ereignissen um die USS Archon beteiligt gewesen zu sein.
Sektion 31?


"Die Wahrheit über die Tribbles" ist eine belang- und harmlose Geschichte,
dafür aber recht unterhaltsam.
Ausgangspunkt ist der Tribble, der in Star Trek XI in Scottys Labor auf Delta Vega kurz zu sehen ist.

Der Beagle von Admiral Archer taucht übrigens auch wieder auf.


Daneben enthält der Band auf elf Seiten noch eine Einleitung von David Gerrold, dem Drehbuchautor der originalen Tribbles-Folge,
ein kurzes Interview mit der Zeichnerin Claudia Balboni, die übliche Covergalerie und etwas Werbung.


Der ersten Story würde ich eine 2 geben, aber da die zweite sowohl inhaltlich als auch zeichnerisch deutlich abfällt
bekommt der Band insgesamt "nur" eine 3 von mir.

Dienstag, 6. Januar 2015

ZACK 1973/Nr. 02-05 (Planet der Jugend, TOS)

Die Story kennen wir schon aus der ZACK-Parade 17 als "Planet ohne Hoffnung".
Drei Jahre früher wurde sie auf vier Hefte aufgeteilt.
Und so finden sich in jedem Heft neben "Raumschiff Enterprise" noch jeweils fünf andere Geschichten.


Planet der Jugend (TOS)

Autor: Unbekannt

Zeichner: Alberto Giolitti

Übersetzung: Unbekannt



Zur Story selbst will ich nicht viel sagen, lest es gerne im anderen Beitrag nach.
Nur so viel: Auch hier sind die Farben wieder sehr viel knalliger und poppiger als dann
später in der ZACK-Parade.
Und Kirk wird hier durchgehend mit "Kapitän" angesprochen.
In der Vorschau zum jeweils nächsten Heft heißt es dafür "Käpt'n".

Naja, kann man eigentlich sofort wieder vergessen.

Samstag, 3. Januar 2015

ZACK 1976/Nr. 13 (Der Fluch von Mila Xa, TOS)

Neben "Raumschiff Enterprise" gibt es in dieser Ausgabe noch "Dan Cooper" und "Lucky Luke".
Der Titel der Star Trek-Story lautet:


Der Fluch von Mila Xa (TOS)

Autor: Unbekannt

Zeichner: Alberto Giolitti

Übersetzung: Unbekannt



Kirk, Spock, Pille, Scotty, Sulu und die Wissenschaftlerin Dr. Krisp beamen auf den Asteroiden Mila Xa.
Dort befindet sich ein gewaltiges Mausoleum, das Kaiser Muros III vor 600 Jahren für seine Braut Saeena,
die während der Hochzeitsfeierlichkeiten vergiftet wurde, hat errichten lassen.

Doch der friedliche Schein trügt, und schon bald bekommen es Kirk und Co. mit rätselhaften Geistererscheinungen
und wild gewordenen Robotern zu tun ...




Mal abgesehen von den schon gewohnten knalligen und teilweise falschen Farben ist das jetzt gar nicht mal sooo schlecht.
Die Story nimmt eine überraschende Wendung, und Dr. Krisp bringt mal frischen Wind an Bord - und in die leider viel zu kurze Story.

Ich bin mit einer guten 4 dabei.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen Lesern
schöne und ruhige Feiertage.


Und auch auf der Enterprise sitzt man dieser Tage gemütlich beisammen.

 
Mit freundlicher Genehmigung von The Deleted Scenes.
Natürlich auch bei Facebook.
Schaut mal rein, es lohnt sich wirklich.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

ZACK 1972/Nr. 43-46 (Mr. Spock und der Aufstand der Roboter, TOS)

Zum Ende des Jahres habe ich noch eine Premiere für euch,
denn diese Story ist etwas ganz Besonderes.


Mr. Spock und der Aufstand der Roboter (TOS)

Autor: Unbekannt

Zeichner: Alberto Giolitti

Übersetzung: Unbekannt



Bei "Mr. Spock und der Aufstand der Roboter" handelt es sich um die erste Star Trek-Geschichte,
die in Deutschland in Form eines Comics veröffentlicht wurde.
Ein halbes Jahr vorher (Ende Mai) ist die Serie "Raumschiff Enterprise" auch erst im deutschen Fernsehen gestartet.

1973 erschien dann der erste "richtige" Star Trek Comic mit zwei Geschichten, nämlich Neue Abenteuer der Enterprise.

In gedruckter Form noch älter dürfte eigentlich nur der Roman "Notruf aus dem All" vom Schneider-Verlag aus dem Jahr 1970 sein.

Auch diese Story wurde damals wieder auf vier Hefte aufgeteilt.
Neben jeweils vier bis fünf anderen Geschichten finden sich im Heft jeweils noch ein paar Seiten "Raumschiff Enterprise".

1979 erschien die Story dann noch mal als "Der Terror der Monstermaschinen" im Taschenbuch Nr. 3 von Condor.


Naja, über die Story selbst decken wir mal lieber den Mantel des Schweigens.
Und auch hier gibt es schon die üblichen kleineren oder auch etwas größeren Differenzen
in Text und Farbgebung im Vergleich zur Condor-Ausgabe.

Donnerstag, 27. November 2014

ZACK 1976/Nr. 12 (Die Strahlenfalle von Pollux, TOS)

Diese Ausgabe enthält neben Enterprise noch zwei weitere kurze Stories.
Und dieses Mal war die Geschichte sogar neu für mich.


Die Strahlenfalle von Pollux (TOS)

Autor: Len Wein

Zeichner: Alberto Giolitti

Übersetzung: Unbekannt



Was für eine geradezu haarsträubende Geschichte.

Die Enterprise transportiert jahrtausendealte Ampullen mit menschlichen Gefühlen.
Durch einen Angriff werden die Ampullen zerstört und die Gefühle ergreifen Besitz von der Brückencrew,
worauf hin diese sich äußerst merkwürdig verhält ...


Die Story ist so grausam schlecht, dass sie schon fast wieder gut ist.
Aber nur fast.

Dazu die aus den ZACK-Comics schon gewohnte übliche quitschbunte Grafik.
Kirk diesmal mit roter Uniform, dazu ein blonder! Scotty, der wirklich nur am Namen zu erkennen ist.

Eine glatte 6 für diesen Müll.

Donnerstag, 25. September 2014

ZACK 1976/Nr. 18 (Die Sklaven von Tristas, TOS)

Und schon wieder eine Doublette ...

Neben drei weiteren Stories enthält diese Ausgabe noch die Enterprise-Geschichte "Die Sklaven von Tristas".
Wobei Tristas nicht der Name einer Person, sondern eines Planeten ist.
1978 erschien die Story dann im Album Nr. 1 von Condor als "Die letzte Wahrheit".


Die Sklaven von Tristas (TOS)

Autor: Unbekannt

Zeichner: Alberto Giolitti

Übersetzung: Unbekannt



Sinngemäß sind beide Versionen natürlich absolut identisch, aber auch hier gibt es wieder kleine Unterschiede in Wort und Bild.
In der ZACK-Ausgabe fehlt gleich zu Beginn etwas Text, und auch die Farben sind wieder knalliger.

Über die Story selbst decken wir lieber den Mantel des Schweigens.

Mittwoch, 20. August 2014

ZACK 1976/Nr. 17 (Paradies der Kristalle, TOS)

Neben drei anderen Geschichten findet man in diesem Heft auch noch die Star Trek-Story "Paradies der Kristalle".
Zwei Jahre später erschien sie dann noch mal bei Condor als "Die Psychokristalle" im Taschenbuch Nr. 1.


Paradies der Kristalle (TOS)

Autor: Unbekannt

Zeichner: Alberto Giolitti

Übersetzung: Unbekannt



Wie schon gewohnt gibt es auch bei dieser Geschichte wieder kleine Unterschiede in Wort und Bild.
Hier in der Zack-Ausgabe ist die Farbgebung auch wieder knalliger.
Mal fehlt hier ein Panel, mal in der Condor-Ausgabe.